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Nuklearmedizinische Diagnostik in der Onkologie: Einleitung
Diagnostische und therapeutische Verfahren der Onkologie standen bereits zu Anbeginn der Nuklearmedizin in den 40er-Jahren mit im Vordergrund. Hier sei an die Radiojodbehandlung des Schilddrüsenkarzinomes sowie die Behandlung der Polycythaemia vera mit P-32 und die Therapie maligner Ergüsse mit Au-198 genannt.
Mit Beginn der Organszintigraphie zu Anfang der 50er-Jahre nahm dann die Diagnostik einen weiteren Aufschwung, da erstmals Parenchymdefekte nachgewiesen werden konnten.
Erst die Ära der Computer- und Magnetresonanztomographie hat die herkömmlichen szintigraphischen Verfahren großenteils ersetzt, abgesehen von der Lungen- und Knochenszintigraphie.
Das Kapitel gliedert sich in 3 Teile, nämlich in:
- die organspezifischen Verfahren,
- die Verfahren zur spezifischen Tumordarstellung und
- die Lymphabflussszintigraphie, wobei letztere gerade in den letzten Jahren beim Mammakarzinom und auch beim malignen Melanom erhebliche Bedeutung erhalten hat.
In diesem Artikel werden die verschiedenen Verfahren im Anschluss an den folgenden Überblick im einzelnen dargestellt.
Überblick
Organspezifische Verfahren
Zu den organspezifischen Verfahren zählen die Schilddrüsenszintigraphie, die Knochenszintigraphie und die Lungenszintigraphie, wobei der Lungenszintigraphie große Bedeutung in Bezug auf die Prognose bei lungenverkleinernden Eingriffen (Bronchialkarzinom) zukommt.
Die Nierenfunktion lässt sich unter Chemotherapie sehr gut szintigraphisch messen, da sich bereits Einschränkungen der Clearance nachweisen lassen, bevor Erhöhungen der harnpflichtigen Substanzen im Serum auftreten.
Da bei Chemotherapie häufig Leukozytendepressionen auftreten, ist vielfach unerklärtes Fieber als Ausdruck einer Infektion zu beobachten. Hier kann die Szintigraphie mit Antigranulozyten-Antikörpern weiterhelfen, wenn das Fieber nach Erholung der Granulozytopenie nicht verschwunden ist.
Verfahren zur spezifischen Tumordarstellung
Verfahren zur spezifischen Tumordarstellung erfordern den Einsatz der planaren Szintigraphie sowie von SPECT (Single-Photon-Emissionscomputertomographie) und PET (Positronen-Emissionstomographie).
Die Palette der entsprechenden Radiopharmaka reicht von J-131 beim Schilddrüsenkarzinom über In-111 Octreotid und I-123/131 mIBG bis zu den ubiquitär anwendbaren tumoraffinen Pharmaka wie Tc-99m MIBI und Tl-201. Die Immunszintigraphie, Tc (V) DMSA, Gallium-67 und I-123 alpha-methyl-Tyrosin sind hier ebenso zu erwähnen wie die PET mit F-18 Fluorodeoxyglukose.
Lymphabflussszintigraphie
Mittels Lymphabflussszintigraphie ist der (Sentinel)Wächter-Lymphknoten bei verschiedenen Tumoren zu erfassen, dessen Befall zu eingreifenden tumorchirurgischen Maßnahmen Anlass gibt.
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2013 ASCO Annual Meeting - aktuelle Berichte. Dieser Service wird gefördert durch:
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Aktuelle Berichte vom 54th ASH Annual Meeting 2012, Atlanta, Georgia, USA [ Mehr]
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