Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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Nuklearmedizinische Therapie in der Onkologie: Intrakavitäre Nuklidtherapie

Autor/en: H.-J. Biersack, H. Bender
Letzte Änderung: 11.05.2004
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Pleuraszintigramm mit Tc-99m Sulfurkolloid zum Nachweis des freien Auslaufens des linksseitigen Pleuraergusses vor Instillation von Y-90.

  • Eines der ältesten in der Onkologie eingesetzten therapeutischen Verfahren in der Nuklearmedizin stellt die intrakavitäre Instillation von Radioisotopen bei malignen Pleura- und Peritonealergüssen dar.
  • Indikationen: Grundsätzlich ist bei allen malignen Ergüssen, wenn eine externe Bestrahlung oder Zytostatika-Therapie nicht in Betracht kommt oder zu keinem Erfolg führt, eine Radionuklidbehandlung möglich.
  • Heute wird vorzugsweise aus Gründen der geringeren Belastung des Personals Y-90 Kolloid als reiner Betastrahler eingesetzt, etwa 1,85 GBq (50 mCi) bei Pleuritis carcinomatosa und 3,7 GBq (100 mCi) bei Peritonitis carcinomatosa [Biersack HJ 1996].
  • Vor Applikation des Therapiepräparates muss eine diagnostische Szintigraphie mit Tc-99m Schwefelkolloid erfolgen, um eine freie Verteilung der Ergussflüssigkeit nachzuweisen, da andernfalls Radionekrosen auftreten können.
  • Die Quote palliativer Erfolge liegt etwa zwischen 50-70%. In älteren, größeren Studien konnte eine Verlängerung des Punktionsintervalles von durchschnittlich 10 auf 68 Tage erreicht werden.
  • Die intrakavitäre Isotopentherapie stellt daher eine gute Alternative zur Chemotherapie und zur Talkuminjektion maligner Ergüsse dar.

Literaturreferenzen:

  • Biersack HJ, Bender H, Grünwald F.
    Nuklearmedizinische Tumordiagnostik und -therapie: Gegenwärtiger Stand und Zukunft.
    Onkologe 1996;2:272-277.


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