Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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8 Mantelzell-Lymphom

Autor/en: Martin Dreyling
Letzte Änderung: 30.04.2011

Obwohl das Mantelzell-Lymphom (MCL) bereits in der Kiel-Klassifikation unter dem Namen zentrozytisches Lymphom eindeutig als eigenständige Entität definiert wurde, führte erst der Nachweis der chromosomalen Translokation t(11;14)(q13;q32) zur generellen Akzeptanz dieses Lymphomsubtyps in der WHO-Klassifikation von 2001. Neuerkrankungen betreffen 2-3/100.000 Einwohner pro Jahr und machen damit ca. 6-9% aller malignen Lymphome aus [Meusers, Hense, Brittinger 1997]. Der Altersmedian liegt zwischen 65 und 70 Jahren, wobei Männer in einem Verhältnis von 3-4:1 signifikant häufiger als Frauen erkranken [Dreyling, Hiddemann 2009]. Der klinische Verlauf des Mantelzell-Lymphoms variiert in Abhängigkeit von klinischen und biologischen Risikofaktoren sehr stark, jedoch zeichnet es sich insgesamt durch einen klinisch aggressiven Verlauf und die schlechteste Langzeitprognose aller Lymphomsubtypen aus. Aus diesem Grund sollte die Behandlung in der Regel unmittelbar nach Diagnosestellung begonnen werden, auch wenn eine konventionelle Chemotherapie in fortgeschrittenen Stadien keinen kurativen Therapieansatz darstellt.

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