1 Definition myelodysplastischer Syndrome

Autor/en: F. Nolte, S. Klein, H.-J. Fricke, A. Fabarius, W.-K. Hofmann
Letzte Änderung: 30.05.2012

Das myelodysplastische Syndrom (MDS) ist eine maligne klonale Knochenmarkerkrankung mit quantitativen und qualitativen Veränderungen der Blutbildung, gekennzeichnet durch eine periphere Mono-, Bi- oder Trizytopenie. Das beim MDS meist hyperzelluläre Knochenmark ist durch eine ausgeprägte Reifungsstörung der einzelnen Zellreihen, insbesondere aber der Erythropoese, gekennzeichnet. Zu Beginn der Erkrankung können diese Veränderungen sehr diskret ausgebildet sein, im Krankheitsverlauf kommt es jedoch zu einer Progression der hämatopoetischen Insuffizienz mit einem hohen Risiko der Entwicklung einer akuten myeloischen Leukämie (AML).