| Titel des Originals: | |||
Medical Research Council trial of 2 versus 5 CT scans in the surveillance of patients with stage I non-seminomatous germ cell tumours of the testis |
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Abstract-Nr.: |
4519 | Jahr: |
2006 |
Original im Internet: |
Abstract | ||
Autor/en: |
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G.M. Mead, G. J. Rustin, S. P. Stenning, P. Vasey, N. Aass, R. Huddart, M. Sokal, S. Kirk |
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Institution/en: |
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Royal South Hants Hospital, Southampton, United Kingdom; Mount Vernon Cancer Centre, Middlesex, United Kingdom; Medical Research Council Clinical Trials Unit, London, United Kingdom; Beatson Oncology Centre, Glasgow, United Kingdom; Norwegian Radium Hospital, Oslo, Norway; Royal Marsden Hospital, Sutton, United Kingdom; Nottingham City Hospital, Nottingham, United Kingdom |
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Die Studie kann mit 95% Wahrscheinlichkeit ausschließen, dass es durch Nachsorge mit nur 2 CT-Untersuchungen zu einem Anstieg der Rezidive mit ungünstigem Risiko ("intermediate risk", "poor risk") von mehr als 1,6% kommt.
Jede Computertomographie führt zu einer Strahlenbelastung junger Männer. Wenn man die Häufigkeit der CT-Untersuchungen in der Nachsorge verringern könnte, ohne damit mehr Rezidive in schlechter behandelbaren Risikogruppen zu haben, wäre dies nicht nur ökonomisch von Vorteil.
Rezidivrate in den 3 Prognosegruppen ("good risk", "intermediate risk", "poor risk")?
Prospektiv, randomisiert, multizentrisch
Patienten mit klinischem Stadium I, die keine adjuvante Therapie erhalten hatten, wurden nachbeobachtet. Bei allen Patienten wurde im Rahmen der Nachsorge eine klinische Untersuchung, die Tumormarker und ein Röntgen-Thorax durchgeführt.
In Gruppe A ( n=247) wurde zweimal ein CT von Thorax und Abdomen 3 und 12 Monate nach Diagnosestellung durchgeführt.
In Gruppe B ( n=167) wurde zu 5 Zeitpunkten ein CT von Thorax und Abdomen durchgeführt (3, 6, 9, 12, 24 Monate nach Diagnosestellung).
Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 40 Monaten kam es in Gruppe A mit 2 CTs zu 15% Rezidiven, davon 2 (= 0,8%) in der intermediären Risikogruppe. In der Gruppe B mit 5 CTs kam es zu 20% Rezidiven, davon 1 Rezidiv (= 0,6%) in der intermediären Risikogruppe. Rezidive in der schlechtesten Risikogruppe ("poor risk") wurden nicht beobachtet.
Der mittlere Durchmesser der Lymphknotenmetastasen im Rezidiv war in beiden Gruppen gleich (2,1 cm vs. 2,2, cm).
CT-Untersuchungen 3 und 12 Monate nach Orchiektomie ist der neue Standard, der mit einer Reduktion der Strahlenbelastung verbunden ist.
Es gibt nur wenige Studien, die sich mit der Nachsorge beim Keimzelltumor beschäftigen. Daher ist dies eine wichtige Studie.
Die Nachsorge beim Keimzelltumor kann damit weiter individualisiert werden. Da der Keimzelltumor im Rezidivfall in Abhängigkeit von den Prognosegruppen sehr gut behandelt werden kann, muss das Rezidiv früh erkannt werden uns sollte nur durch Ärzte mit entsprechender Expertise erfolgen.
Autor des Berichts: |
Dr. med. J. Schleicher |
Institution: |
Klinikum Stuttgart, Katharinenhospital, Kriegsbergstrasse 60, 70174 Stuttgart |
Letzte Änderung: |
16.06.2006 |