Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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Eine prospektive Studie zur Vorhersage eines Rezidives mit Hilfe des [18F]-FDG-PET bei Patienten mit nichtseminomatösem Keimzelltumor im klinischen Stadium I mit hohem Risiko: MRC Studie TE22

Titel des Originals:

A prospective study of 18FDG PET in the prediction of relapse in patients with high risk clinical stage I (CS1) non-seminomatous germ cell cancer (NSGCT): MRC study TE22

Abstract-Nr.:

4520

Jahr:

2006

Original im Internet:

Abstract

Autor/en:

R. Huddart, M. O'Doherty, A. Padhani, G. Rustin, G. Mead, J. K. Joffe, P. Vasey, S. Hain, S. J. Kirk, S. P. Stenning

Institution/en:

L. National Cancer Research Institute Testis Cancer C. Institute of Cancer Research, Sutton, United Kingdom; Guy's and St Thomas' Hospitals, London, United Kingdom; Paul Strickland Scanning Centre, Northwood, United Kingdom; Mount Vernon Hospital, Northwood, United Kingdom; Southampton General Hospital, Southampton, United Kingdom; Calderdale and Huddersfield NHS Trust, Huddersfield, United Kingdom; Royal Brisbane Hospital, Brisbane, Australia; MRC Clinical Trials Unit, London, United Kingdom

Zusammenfassung des Berichts

Auch wenn die [18F]-FDG-PET (Positronen-Emissions-Tomographie mit [18F]-Fluordesoxyglukose) bei Patienten mit klinischem Stadium I Metastasen nachweisen kann, kommt es bei PET-negativen Patienten doch zu vielen Rezidiven. Man kann mit Hilfe der PET nicht sicher genug Patienten mit niedrigem Rezidivrisiko erkennen.

Bericht über die Inhalte der Studie

Begründung, Rationale

Patienten im klinischen Stadium I mit Angioinvasion haben ein hohes Rezidivrisiko von ca. 40% und werden in der Regel mit 2 Zyklen adjuvanter Chemotherapie behandelt. Diagnostische Verfahren, die sicher die Patienten ohne okkulte Metastasen unterschieden könnten, könnten zu anderen therapeutischen Entscheidungen führen.

Fragestellung der Studie

Rezidivrate bei PET-negativen Patienten?

Art der Studie

Beobachtungsstudie

Behandlung, Protokolle, Durchführung bzw. Methode

111 Patienten mit einem nichtseminomatösen Keimzelltumor im klinischen Stadium I mit Angioinvasion und damit hohem Rezidivrisiko erhielten ein [18F]-FDG-PET. 21% der Patienten waren PET-positiv und wurden als metastasiertes Stadium einer Chemotherapie zugeführt. PET-negative Patienten (n=88, 79%) wurden ohne weitere adjuvante Maßnahmen nachbeobachtet.

Ergebnisse, Toxizität

Nach einem medianen Nachbeobachtungszeit von 11 Monaten wurden 33 Rezidive beobachtet. Rezidivfrei nach einem Jahr waren 63%.

Schlussfolgerung der Autoren aus der Publikation

[18F]-FDG-PET ist nicht in der Lage, Patienten mit ausreichend niedrigem Rezidivrisiko zu erkennen und damit dieser Gruppe andere Therapieempfehlungen zu geben.

Kommentar / Beurteilung

Eine [18F]-FDG-PET ist für die routinemäßige Betreuung von Patienten mit nichtseminomatösen Keimzelltumor im Stadium I mit Angioinavasion nicht sinnvoll.


Autor des Berichts:

Dr. med. J. Schleicher

Institution:

Klinikum Stuttgart, Katharinenhospital, Kriegsbergstrasse 60, 70174 Stuttgart

Letzte Änderung:

16.06.2006



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