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[18F]-FDG-PET bei Keimzelltumoren nach Chemotherapie: Ergebnisse einer deutschen Multizenterstudie

Titel des Originals:

[18F]-FDG-PET in germ cell tumors following chemotherapy: Results of the German multicenter trial

Abstract-Nr.:

4521

Jahr:

2006

Original im Internet:

Abstract

Autor/en:

M. De Wit, M. Hartmann, W. Brenner, L. Weißbach, H. Amthauer, C. Franzius, S. Kliesch, S. Krege, R. Heicappell, R. Bares, C. Bokemeyer

Institution/en:

UK Eppendorf, Hamburg, Germany; Military Hospital, Hamburg, Germany; Urban Hospital, Berlin, Germany; Charité, Berlin, Germany; University Hospital, Muenster, Germany; University Hospital, Essen, Germany; University Hospital, Tübingen, Germany

Zusammenfassung des Berichts

Die Sensitivität einer [18F]-FDG-PET (Positronen-Emissions-Tomographie mit [18F]-Fluordesoxyglukose) reicht nicht aus, um bei Patienten mit einem nichtseminomatösem Keimzelltumor mit einem Residualtumor nach Chemotherapie auf die Resektion des Residualtumors zu verzichten.

Bericht über die Inhalte der Studie

Begründung, Rationale

Nach Chemotherapie eines Keimzelltumors verbleibt häufiger ein Residualtumor. Nach Resektion des Residualtumors findet sich bei 60-70% der Patienten Bindegewebe, Nekrose und Entzündung und kein vitaler Tumor oder reifes Teratom. Ein diagnostisches Verfahren mit hohem prädiktivem Wert könnte die Zahl der zu operierenden Patienten vermindern.

Fragestellung der Studie

Vergleich von Sensitivität und Spezifität von Computertomographie (CT) und PET bei Patienten mit Keimzelltumor.

Art der Studie

Beobachtungsstudie

Behandlung, Protokolle, Durchführung bzw. Methode

140 Patienten mit metastasierten Keimzelltumoren, bei denen aufgrund der Computertomographie nach Abschluss der Chemotherapie die Indikation zur Resektion von Residualtumor gestellt worden waren, erhielten präoperativ ein [18F]-FDG-PET. Die Histologie wurde mit CT und PET verglichen.
In der Studie waren 20 Patienten mit Seminom, 109 mit einem Nichtseminom und 11 Patienten ohne Primärhistologie.

Ergebnisse, Toxizität

 

nRichtig positivRichtig negativFalsch positivFalsch negativ
CT140580820
PET*10936283114

* nur Patienten mit nichtseminomatösem Keimzelltumor

Das PET hatte eine Sensitivität von 73%, eine Spezifität von 44%, einen positiven bzw. negativen prädiktiven Wert von 48% bzw. 69%. Insbesondere ein reifes Teratom kann mittels PET nicht nachgewiesen werden.

Schlussfolgerung der Autoren aus der Publikation

[18F]-FDG-PET bei Keimzelltumoren nach Chemotherapie ist genauer als eine Computertomographie, aber die Sensitivität ist immer noch zu niedrig, um auf eine Residualtumorchirugie bei nichtseminomatösen Keimzelltumor verzichten zu können.

Kommentar / Beurteilung

Eine [18F]-FDG-PET ist für die routinemäßige Betreuung von Patienten mit nichtseminomatösem Keimzelltumor und Residualtumor nach Chemotherapie nicht erforderlich.


Autor des Berichts:

Dr. med. J. Schleicher

Institution:

Klinikum Stuttgart, Katharinenhospital, Kriegsbergstrasse 60, 70174 Stuttgart

Letzte Änderung:

16.06.2006



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