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Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Tumor-BRCA1-, -RRM1- und -RRM2-mRNA-Expression und dem klinischen Ansprechen auf eine Erstlinienchemotherapie mit Docetaxel/Gemcitabin (DG) bei Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC)
| Titel des Originals: |
Association of tumoral BRCA1, RRM1 and RRM2 mRNA expression levels with clinical responses to front-line docetaxel/gemcitabine (DG) chemotherapy in patients with non-small cell lung cancer (NSCLC) |
Abstract-Nr.: |
8112
| Jahr: |
2008 |
Original im Internet: |
Abstract |
Autor/en: |
C. Papadaki,
M. Trypaki, A. Koutsopoulos, I. Boukovinas, D. Mavroudis, E. Stathopoulos, M. Sfakianaki, V. Georgoulias, J. Souglakos
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Institution/en: |
Laboratory of Tumor Cell Biology, School of Medicine, University of Crete, Heraklion, Greece |
Zusammenfassung des Berichts
Patienten mit hoher BRCA1- und niedriger RRM1-Expression (n=18) wiesen höhere Remissionsraten (p=0,034) und eine verlängerte Zeit bis zur Progression (p=0,026) auf sowie ein verlängertes Überleben (p=0,025) im Vergleich zu den Patienten mit niedriger BRCA1- und hoher RRM1-Expression (n=18).
Bericht über die Inhalte der Studie
Begründung, Rationale
Ein Weg zu einer individualisierten Therapie des NSCLC ist die Definition von molekularen Prädiktions- und Prognosefaktoren.
Fragestellung der Studie
Ziel der Studie war es, den prognostischen und prädiktiven Wert von Tumor-BRCA1-, -RRM1- and -RRM2-mRNA-Expression bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastatiertem NSCLC zu bestimmen, die eine Behandlung mit Docetaxel/Gemcitabin erhalten hatten.
Art der Studie
Retrospektive Analyse
Behandlung, Protokolle, Durchführung bzw. Methode
Es wurden Tumorproben von insgesamt 102 Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastatiertem NSCLC retrospektiv untersucht. Auswertbar waren 98 Patienten (88 Männer, 10 Frauen; mittleres Alter 60 Jahre; Spanne: 39-76 Jahre; Performance-Status 0-1 (WHO) bei 94% der Patienten; Adenokarzinom: n=83, Plattenepithekarzinom: n=10, andere Histologie: n=5).
Alle Patienten hatten als Erstlinienchemotherapie eine Behandlung mit Docetaxel/Gemcitabin erhalten. Die BRCA1-, RRM1- und RRM2-mRNA-Spiegel wurden mittels quantitativer Real-time-PCR ermittelt.
Ergebnisse, Toxizität
BRCA1 konnte bei 98 Patienten (96%) und RRM1 sowie RRM2 bei 96 Patienten (94%) bestimmt werden. Niedrige RRM2-mRNA-Spiegel waren signifikant mit einem Ansprechen auf die Therapie (Response-Rate, RR) (p<0,001) und mit einer verlängerten Zeit bis zur Progression (TTP) (p=0,014), nicht aber mit einer Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) (p=0,274) assoziiert.
Patienten mit hoher BRCA1- und niedriger RRM1-Expression (n=18) wiesen höhere Remissionsraten (RR) (p=0,034) und eine verlängerte Zeit bis zur Progression (p=0,026) auf sowie ein verlängertes Überleben (p=0,025) im Vergleich zu den Patienten mit niedriger BRCA1- und hoher RRM1-Expression (n=18).
Außerdem zeigten Patienten mit hoher BRCA1- und niedriger RRM2-Expression (n=31) höhere Remissionsraten (p<0,001) und eine verlängerte Zeit bis zur Progression (TTP) (p=0,041), aber kein verbessertes Überleben (p=0,348) im Vergleich zu Patienten mit niedriger BRCA1- und hoher RRM2-Expression (n=32).
Patienten, die sowohl eine niedrige RRM1- als auch niedrige RRM2-Expression (n=29) hatten, wiesen signifikant höhere Remissionsraten (p=0,001), eine verlängerte Zeit bis zur Progression (p=0,002) und eine Tendenz zu einem verlängerten Überleben (p=0,06) im Vergleich zu Patienten mit RRM1- und RRM2-Überexpression auf.
Demgegenüber fanden sich bei Patienten mit hoher BRCA1- und niedriger RRM1- und RRM2-Expression (n=17) signifikant erhöhte Remissionsraten (p=0,007) sowie eine verlängerte Zeit bis zur Progression (p=0,003) bei gleichem Überleben (n=0,183) verglichen mit den Patienten mit niedriger BRCA1- und hoher RRM1- und RRM2-Expression (n=14).
Schlussfolgerung der Autoren aus der Publikation
Die Analyse der Tumor-BRCA1, -RRM1 und -RRM2-mRNA-Expression bei Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom ist ein wichtiges Selektionskriterium auf dem Weg zu einer individualisierten Chemotherapie. Prospektive Studien sind erforderlich.
Kommentar / Beurteilung
Autor des Berichts: |
Priv.-Doz. Dr. med. Angelika Reißig |
Institution: |
Pneumologie & Allergologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Erlanger Allee 101, 07740 Jena |
Letzte Änderung: |
10.06.2008 |
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Herausgeber: Prof. Dr. H. Link
Herausgeberbeirat: Prof. Dr. P. Albers, Prof. Dr. R. Andreesen, Priv.-Doz. Dr. A. Böhme, Prof. Dr. C. Bokemeyer, Prof. Dr. U. Creutzig, Prof. Dr. G. Ehninger, Prof. Dr. M. Freund, Prof. Dr. C. Garbe,
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