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Zusammenhang zwischen der Genexpressionssignatur und der klinischen Wirksamkeit des MAGE-A3-Antigen-spezifischen Impfstoffes als adjuvante Therapie beim operierten, nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms in Stadium IB/II

Titel des Originals:

Association of Gene Expression Signature and Clinical Efficacy of MAGE-A3 Antigen-Specific Cancer Immunotherapeutic (ASCI) ad Adjuvant Therapy in Resected Stage IB/II Non-Small Cell Lung Cancer (NSCLC)

Abstract-Nr.:

7501

Jahr:

2008

Original im Internet:

Abstract

Autor/en:

J.F. Vansteenkiste, M. Zielinski, I.J. Dahabreh, A. Linder, F. Lehmann, O. Gruselle, P.Therasse, J. Louahed, V.G. Brichard

Institution/en:

Respiratory Oncolgy Unit, Leuven, Belgium; Szpital Chorob Pluc, Zakopane, Poland; Medical Center, Athens, Greece; Lungenklinik, Hemer, Germany; GlaxoSmithKline Biologicals, Rixensart, Belgium

Zusammenfassung des Berichts

Es wurde eine prognostische Gensignatur bei nichtkleinzelligen Bronchialkarzinomen in Stadium IB/II identifiziert. Bei Fehlen dieser Gensignatur war die Rezidivrate bei einem medianen Follow-up von 44 Monaten unter 3%. Darüber hinaus wurde eine prädiktive Gensignatur aus 21 non-redundanten Genen identifiziert, bei deren Vorliegen das Rezidivrisiko durch eine MAGE-A3-Antigen-spezifische Impfung von 43% auf 24% gesenkt werden konnte. Die Gensignatur umfasst immunassoziierte Gene, die die prätherapeutische Mikroumgebung des Tumors repräsentieren.

Bericht über die Inhalte der Studie

Begründung, Rationale

Ca. 35% aller nichtkleinzelligen Bronchialkarzinome exprimieren das Tumorantigen MAGE-A3, das ein Kandidat für eine spezifische Immuntherapie im adjuvanten Bereich darstellt.
Eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 182 operierten Patienten mit MAGE-A3-positivem, nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom in Stadium IB/II zeigte eine Reduktion der Rezidivrate durch eine MAGE-A3-spezifische Impfung [Vansteenkiste J ASCO 2007 #7554].

Fragestellung der Studie

Identifikation einer prognostischen und einer prädiktiven Gensignatur für Patienten mit MAGE-A3-positivem, nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom in Stadium IB/II, die postoperativ eine Impfung mit dem MAGE-A3-spezifischen Antigen erhalten.

Art der Studie

Molekulare Analyse

Behandlung, Protokolle, Durchführung bzw. Methode

Es wurden 182 Patienten mit MAGE-A3-positivem, nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom in Stadium IB/II postoperativ entweder mit einem MAGE-A3-spezifischen Antigen oder Placebo geimpft. Die Impfung erfolgte 5x alle 3 Wochen, anschließend 8x alle 3 Monate.
Von 159 Patienten lagen schockgefrorene Tumorbiospien vor, deren Genexpressionsmuster mit Hilfe von Affymetrix-Chipanalysen untersucht wurden. Die Daten wurden mit dem klinischen Verlauf nach einem medianen Follow-up von 44 Monaten korreliert.

Ergebnisse, Toxizität

In der Gruppe der mit Placebo behandelten Patienten wurde eine prognostische Gensignatur identifiziert, bei deren Abwesenheit die Rezidivrate unter 3% lag. In der Gruppe der mit MAGE-A3 behandelten Patienten wurde eine prädiktive Gensignatur identifiziert, bei deren Vorliegen eine etwa doppelt so hohe klinische Wirksamkeit - gemessen an der Rezidivrate nach einem medianen Follow-up von 44 Monaten - durch eine MAGE-A3-spezifische Impfung erreicht wurde (Gensigatur positiv: Hazard-Ratio: 0,57; Gensignatur negativ: Hazard-Ratio: 0,78).

Schlussfolgerung der Autoren aus der Publikation

Siehe Zusammenfassung

Kommentar / Beurteilung

Die prognostische Gensignatur trennt sehr gut zwischen Patienten mit einem niedrigen (<3%) bzw. hohen Rezidivrisiko (43%). Die Größe und Gene dieser Signatur wurden nicht publiziert. Der Vorhersagewert der prädiktiven Signatur ist zufriedenstellend: Durch eine Stratifizierung der Patienten nach prädiktiver Signatur können signaturnegative Patienten von vornherein von einer Impfung ausgeschlossen werden, da die Rezidivrate gleich hoch ist wie in der Placebogruppe. Eine noch bessere Trennung zwischen Respondern und Non-Respondern hätte eventuell durch eine andere Auswahl des Trainingssets erreicht werden können. Dieses wurde aus 10 Stadium-IB-Proben generiert. Inwieweit sich eine Signatur aus diesem Stadium auf Proben in Stadium II, d.h. mit einer lymphogenen Metastasierung, anwenden lässt, ist fraglich.


Autor des Berichts:

Dr. med. Sandra Gottschling

Institution:

Thoraxklinik gGmbH am Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung horaxonkologie, Amalienstr. 5, 69126 Heidelberg

Letzte Änderung:

15.06.2008



Ergänzende Literaturreferenz/en:

  • J. Vansteenkiste, M. Zielinski, A. Linder, J. Dahabre, E. Esteban, W. Malinowski, J. Jassem, B. Passlick, F. Lehmann, V. G. Brichard.
    Final results of a multi-center, double-blind, randomized, placebo-controlled phase II study to assess the efficacy of MAGE-A3 immunotherapeutic as adjuvant therapy in stage IB/II non-small cell lung cancer (NSCLC).
    Journal of Clinical Oncology, 2007 ASCO Annual Meeting Proceedings Part I. Vol 25, No. 18S (June 20 Supplement), 2007: 7554
    [Abstract online]


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