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Stereotaktische Bestrahlung versus konventionelle Hochdosisbestrahlung bei frühen Stadien eines nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC): Eine retrospektive Studie bezüglich Lokalrezidiv und Überlebensrate
| Titel des Originals: |
Stereotactic body radiation therapy versus high-dose conventional radiation therapy in early-stage NSCLC: A retrospective study on local failure and survival rates. |
Abstract-Nr.: |
7049
| Jahr: |
2011 |
Original im Internet: |
J Clin Oncol 29: 2011 (suppl; abstr 7049) |
Autor/en: |
S. Jeppesen,
T. Schytte, H.R. Jensen, C. Brink, O. Hansen
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Institution/en: |
Department of Oncology, Odense University Hospital, Odense, Denmark; Department of Oncology, Odense, Denmark; Odense Universityhospital, Odense, Denmark |
Zusammenfassung des Berichts
Die stereotaktische Bestrahlung bietet eine exzellente lokale Tumorkontrolle und einen Überlebensvorteil im Vergleich zur konventionellen Hochdosisbestrahlung bei Patienten in gutem klinischen Zustand. Die stereotaktische Bestrahlung ist eine kosteneffektive Behandlung mit besserem Patientenkomfort.
Bericht über die Inhalte der Studie
Begründung, Rationale
Die Strahlentherapie ist ein fester Bestandteil in der Behandlung des Bronchialkarzinoms. Bei funktionell inoperablen Patienten in frühem Therapiestadium bietet die Bestrahlung eine gute lokale Tumorkontrolle. Durch den Einsatz einer stereotaktischen Bestrahlung kann das Bestrahlungsfeld minimiert und so Lungenparenchym schonender behandelt werden.
Fragestellung der Studie
Mit der Studie soll der Frage nachgegangen werden, ob es einen Unterschied in der lokalen Tumorkontrolle, dem Gesamtüberleben sowie dem krankheitsfreien Überleben bei inoperablen Patienten in einem frühen Stadium eines nichtkleinzelligen Karzinoms zwischen einer konventionellen Bestrahlung und einer stereotaktischen Bestrahlung gibt.
Art der Studie
Retrospektive Studie
Behandlung, Protokolle, Durchführung bzw. Methode
Bei 51 inoperablen Patienten wurde eine stereotaktische Bestrahlung (3 Fraktionen mit 15,0 Gy bei 33 Patienten, 3 Fraktionen mit 22,0 Gy bei 18 Patienten) über 9 Tage durchgeführt. 31 Patienten erhielten eine konventionelle Bestrahlung mit 80,0 Gy 35-40 Fraktionen.
Bei allen Patienten war zytologisch als auch histologisch ein nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom T1-2 N0 M0 gesichert.
Ergebnisse, Toxizität
Das mediane Gesamtüberleben für Patienten mit einem Performance-Statuts (PS) 0-1 betrug für die stereotaktische Bestrahlung 39,4 Monate vs. 30,9 Monate für die konventionelle Bestrahlung (p=0,04) und für Patienten mit PS = 2 25,3 Monate vs. 8,8 Monate (p=0,24). Das krankheitsfreie Überleben bei Patienten mit PS 0-1 betrug nach 1 Jahr 100% vs. 95,2% zugunsten der stereotaktischen Bestrahlung, nach 3 Jahren 84,8 % vs. 73,6% (p=0,21).Für Patienten mit PS = 2 lag das krankheitsfreie Überleben nach 1 Jahr bei 87,8% (stereotaktische Bestrahlung) vs. 64,8%, nach 3 Jahren bei 43,4% vs. 32,4% (p=0,30). Die lokale Rezidivfreiheit betrug nach 3 Jahren für alle Patienten mit einem PS 0-1 86% vs. 55% für Patienten mit einem PS 2 (p=0,092). Für die Gruppe der stereotaktisch bestrahlten Patienten mit PS 0-1 waren es 93,4% vs. 77,1% mit konventioneller Bestrahlung (p=0,21), bei PS = 2 66,5% vs. 50% (p=0,85). In der Cox-Analyse stellten nur Frauen und ein PS 0-1 einen signifikanten Faktor dar, während die stereotaktische Bestrahlung nur eine grenzwertige Signifikanz (p=0,056) erbrachte. | Patientenchrakteristika | | | Stereotaktische Bestrahlung | Konventionelle Bestrahlung | Performance-Status: 0-1 2 | 33 (64,7%) 18 (35,3%) | 22 (71%) 9 (29,0%) | Histologie: Adenokarzinom Plattenepithelkarzinom andere | 26 19 6 | 16 11 4 | T-Stadium: T1A - T1B > T2B | 47 4 | 27 4 | | Tumorvolumen (GTV-cm³) | 16,8 | 30,1 |
Schlussfolgerung der Autoren aus der Publikation
Die stereotaktische Bestrahlung bietet eine exzellente lokale Tumorkontrolle und einen Überlebensvorteil im Vergleich zur konventionellen Hochdosisbestrahlung bei Patienten in gutem klinischen Zustand. Die stereotaktische Bestrahlung ist eine kosteneffektive Behandlung mit besserem Patientenkomfort.
Kommentar / Beurteilung
Autor des Berichts: |
Birgit Kraßler |
Institution: |
Fachkrankenhaus Coswig, Neucoswiger Str. 21, 01640 Coswig |
Letzte Änderung: |
13.06.2011 |
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Herausgeber: Prof. Dr. H. Link
Herausgeberbeirat: Prof. Dr. P. Albers, Prof. Dr. R. Andreesen, Priv.-Doz. Dr. A. Böhme, Prof. Dr. C. Bokemeyer, Prof. Dr. U. Creutzig, Prof. Dr. G. Ehninger, Prof. Dr. M. Freund, Prof. Dr. C. Garbe,
Dr. N. Gökbuget, Prof. Dr. M. Hallek, Prof. Dr. J.T. Hartmann, Prof. Dr. R. Hehlmann, Prof. emerit. Dr. H. Heimpel, Prof. Dr. A. Hochhaus, Prof. Dr. K. Höffken, Dr. G. Hübner,
Prof. Dr. Th. Junginger, Priv.-Doz. Dr. U. Kaiser, Priv.-Doz. Dr. R. Kath, Prof. Dr. C.-H. Köhne, Dr. R. Mahlberg, Prof. Dr. A. Matzdorff, Prof. Dr. R.-P. Müller, Prof. Dr. J. Preiß, Prof. Dr. H.-J. Schmoll,
Prof. Dr. G. von Minckwitz
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