Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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17 Fatigue - Prophylaxe und Therapie: Fatigue und Lebensqualität

Autor/en: H.-H. Flechtner, M. Köhler, J. U. Rüffer
Letzte Änderung: 04.04.2013

Gerade im Kontext der subjektiven gesundheitsbezogenen Lebensqualität sind Stellung und Bedeutung von Fatigue noch mit vielen Fragezeichen versehen. In den ursprünglichen Konstruktbildungen von Lebensqualität ist die Fatigue eine Symptomdimension unter anderen, teilweise ist sie in den generischen Fragebogen integriert wie beim EORTC QLQ C-30, teilweise besteht sie als eigenständiges Modul wie beim FACT [Aaronson NK 1993] [Cella D 1997]. Eine die verfügbaren Daten integrierende Herangehensweise, die in der Lage wäre, die Ansätze der spezifischen Fatigue-Fragebögen mit denen der Lebensqualität erhebenden Fragebögen zu vereinen, existiert bislang nicht.

Für manche Erkrankungsgruppen aus dem onkologischen Spektrum scheint Fatigue ein die Befindlichkeit dominierendes Geschehen zu sein, demzufolge ist sie eine der Haupterklärungsvariablen für die Ausprägung von subjektiver Lebensqualität. Bei anderen Erkrankungsgruppen zeigt sich Fatigue als ein Symptom unter anderen, welches die Gesamtbefindlichkeit oder spezielle Aspekte von Lebensqualität mit beeinflusst [Fossa S 2003] [Loge J 1999].
Deutlich ist aufgrund der vorhandenen empirischen Befunde immerhin, dass ausgeprägte Fatigue verschiedene Dimensionen der Lebensqualität erheblich zu beeinträchtigen vermag. Dies betrifft insbesondere die physische, die emotionale sowie die globale Lebensqualität [Flechtner H 2011] [Rüffer J 2003].

Besonderes Augenmerk ist in diesem Zusammenhang auf die Frage nach möglichen Interventionen zu richten. Während Lebensqualität in den verschiedenen Unterdimensionen nicht einem einheitlichen Interventionskonzept zugänglich scheint, eröffnen sich zumindest für einige Teilaspekte von Fatigue (z.B. physische Fatigue durch erniedrigte Hämoglobinwerte) durchaus gezielte Interventionsstrategien. Dies betrifft sowohl physiotherapeutisch trainierende als auch medikamentöse und kognitiv restrukturierende Ansätze [Payne C 2012].


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