Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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4.9 Radiotherapie zur Schmerzbehandlung: Grenzen der Radiotherapie

Autor/en: P. Feyer, M. Steingräber
Letzte Änderung: 26.01.2015

Der analgetische Effekt der Strahlentherapie setzt bereits nach einigen Tagen ein. Die Tumorrückbildung ist jedoch bis auf die Ausnahme der strahlensensiblen Malignome (kleinzelliges Bronchialkarzinom und Lymphome) verzögert. Somit bleiben für diese Patienten das lokale Problem durch den Tumor und das Risiko der akuten Gefährdung - wie pathologische Fraktur, Querschnittsymptomatik oder akutes Hirnödem - zunächst bestehen. Ein knochenstabilisierender Effekt ist etwa 8-12 Wochen nach Bestrahlungsabschluss zu erwarten und wird durch den simultanen Einsatz von Bisphosphonaten oder Denosumab beschleunigt. Der Patient muss über das Frakturrisiko aufgeklärt werden. Die Tumorrückbildung als Voraussetzung für eine Verminderung der neurologischen Symptomatik tritt erst nach einigen Tagen ein. Eine anhaltende Myelonkompression kann jedoch zu irreparablen Schäden führen. Die Indikation zur Strahlentherapie muss in diesen Situationen im Konsil mit den Kollegen der operativen Fächer besprochen werden und es ist zu klären, ob eine chirurgische/neurochirurgische Intervention vor Beginn der Strahlentherapie indiziert ist.


Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation u. Sozialmedizin d. Deutschen Krebsgesellschaft e.V. [Mehr]
Nach wie vor online verfügbar: die noch nicht aktualisierten Kapitel des Buches "Supportiv- therapie bei malignen Erkrank- ungen", bei ONKODIN publiziert in Kooperation mit "Deutscher Ärzte-Verlag", 2006. [Mehr]
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