Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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17 Gonadotoxizität nach Chemotherapie: Risikofaktoren für gonadale Toxizität

Autor/en: C. Kollmannsberger, C. Bokemeyer
Letzte Änderung: 25.01.2006

Eine Schädigung der Fertilität nach chemotherapeutischer Behandlung betrifft beide Geschlechter vom Beginn bis zum Ende des Reproduktionsalters, sie kann jedoch schon vor Beginn der Pubertät induziert werden [Matus-Ridley M 1985]. Das Ausmaß der gonadalen Schädigung ist dabei von Art und Dosis sowie der Applikationsweise der verwendeten Substanzen und z.T. vom Alter des Patienten abhängig [Chapman RM 1982]. Alkylierende Substanzen scheinen den schwerwiegendsten Schaden am Keimepithel zu verursachen [Goldhirsch A 1990]. Die Bedeutung gonadaler Schäden geht über die alleinige Infertilität weit hinaus, da die Veränderungen der Geschlechtshormonspiegel zusätzlich Einfluss auf das kardiovaskuläre Risiko, den Knochenstoffwechsel und das psychische Wohlbefinden des Patienten haben können [Kreuser ED 1992].

Literaturreferenzen:

  • Chapman RM.
    Effect of cytotoxic therapy on sexuality and gonadal function.
    Semin Oncol 1982;9:84-94. PM:6176028
    [Medline]


  • Goldhirsch A, Gelber RD, Castiglione M.
    The magnitude of endocrine effects of adjuvant chemotherapy for premenopausal breast cancer patients. The International Breast Cancer Study Group.
    Ann Oncol 1990;1:183-188. PM:2261364
    [Medline]


  • Kreuser ED, Felsenberg D, Behles C, Seibt-Jung H, Mielcarek M, Diehl V, Dahmen E, Thiel E.
    Long-term gonadal dysfunction and its impact on bone mineralization in patients following COPP/ABVD chemotherapy for Hodgkin's disease.
    Ann Oncol 1992;3:105-110. PM:1280463
    [Medline]


  • Matus-Ridley M, Nicosia SV, Meadows AT.
    Gonadal effects of cancer therapy in boys.
    Cancer 1985;55:2353-2363. PM:3986738
    [Medline]


Bei ONKODIN publiziert in Kooperation mit "Deutscher Ärzte-Verlag"; Publikation als Buch: Deutscher Ärzte-Verlag  Deutscher Ärzte-Verlag
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