Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
SitemapSitemap  


9.2 Enterale Ernährungstherapie: Definition und Beschreibung des Problems

Autor/en: K.-H. Vestweber, C. Paul
Letzte Änderung: 25.01.2006

Die Ernährungstherapie bei Tumorpatienten ist ein wichtiger Bestandteil der supportiven Therapie dieser Schwerkranken. Die orale Ernährung hat im Vergleich zur künstlichen enteralen Ernährungstherapie den Vorteil, dass sie natürlicher ist, für den Patienten angenehmer und eine höhere soziale Komponente aufweist. Tumorpatienten, die trotz optimaler diätetischer Betreuung nicht ausreichend essen können, benötigen eine zusätzliche oder ausschließliche künstliche Ernährungstherapie. Das Festlegen des Zeitpunkts und die Auswahl sollten nach strikten Regeln erfolgen, da diese invasiven Therapieformen für den Patienten auch Nachteile bringen können. Die Indikationen für eine künstliche Ernährungstherapie sind:

  • wenn der Patient trotz Ausschöpfung aller diätetischen Möglichkeiten nicht ausreichend essen kann (Appetitlosigkeit, Mukositis etc.),
  • wenn der Patient wegen bestehender gastrointestinaler Beschwerden nicht ausreichend essen mag (z.B. Übelkeit, Erbrechen etc.),
  • wenn de Patient aufgrund seiner Erkrankung nicht essen darf (z.B. Stenosen, schwere Motilitätstörungen, akute Pankreatitis etc.).

Solange der Verdauungstrakt des Patienten intakt ist, ist die enterale Ernährung der parenteralen vorzuziehen.

Bei ONKODIN publiziert in Kooperation mit "Deutscher Ärzte-Verlag"
Deutscher Ärzte-Verlag  Deutscher Ärzte-Verlag
[Mehr]