Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
SitemapSitemap  


12 Lymphödem: 12.2 Häufigkeit

Autor/en: F. Bruns, C. Hadamitzky, J. Büntzel
Letzte Änderung: 14.09.2012

Die Inzidenz sekundärer Lymphödeme nach einer Tumorbehandlung variiert in Abhängigkeit von der Wahl und der Kombination der Therapiemodalitäten sowie der behandelten Körperregion stark. Besonders häufig treten Lymphödeme nach einer kombinierten Behandlung von malignen Brust-, Becken- und Kopf-Hals-Tumoren auf. Nach Therapie maligner Kopf-Hals-Tumoren treten Lymphödeme bei bis zu 56% der Patienten auf. Die Lymphödemrate nach Brustkrebsbehandlung wird mit bis zu 55% angegeben. Nach Behandlung maligner Beckentumoren treten sekundäre Lymphödeme in bis zu 47% der Fälle auf. Die Variationsbreite der Angaben ist Ausdruck einer uneinheitlich gebrauchten Definition des Lymphödems, unterschiedlich langer Nachbeobachtungszeiten und der Heterogenität der behandelten Patientengruppen hinsichtlich der Risikofaktoren, die die Entwicklung eines Lymphödems begünstigen können [Micke O 2000]. Neuere, weniger invasive Verfahren zur Exploration einer möglichen Lymphknotenbeteiligung im Rahmen der Tumorchirurgie, insbesondere die Sentinel-Lymphknoten (SLN)-Biopsie, gehen mit einer deutlich geringeren Lymphödemrate einher [McLaughlin S 2008].


Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation u. Sozialmedizin d. Deutschen Krebsgesellschaft e.V. [Mehr]
Nach wie vor online verfügbar: die noch nicht aktualisierten Kapitel des Buches "Supportiv- therapie bei malignen Erkrank- ungen", bei ONKODIN publiziert in Kooperation mit "Deutscher Ärzte-Verlag", 2006. [Mehr]
Aktuelle Berichte vom 58th
ASH Annual Meeting 2016,
San Diego, Kalifornien, USA [Mehr]
2016 ASCO Annual Meeting - aktuelle Berichte. Dieser Service wird gefördert durch:
mehr 
[Mehr]