Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
SitemapSitemap  


12 Lymphödem: 12.6 Diagnostik

Autor/en: F. Bruns, C. Hadamitzky, J. Büntzel
Letzte Änderung: 14.09.2012

Die Diagnose eines Lymphödems kann bereits anhand des klinischen Erscheinungsbilds in Zusammenschau mit der Anamnese des Patienten eindeutig gestellt werden. Dennoch sind andere Ödemursachen im Rahmen der Basisdiagnostik auszuschließen. Eine erweiterte Diagnostik sollte immer zielgerichtet erfolgen: Bei Tumorverdacht können in Abhängigkeit von der Körperregion alle Verfahren der bildgebenden Diagnostik herangezogen werden; für die Darstellung des Umfangs der Schädigung des Lymphsystems sind auch nuklearmedizinische Verfahren geeignet [Szuba A 1998].

Die Basisdiagnostik umfasst:

  • Anamnese
  • klinische Untersuchung (Lokalbefund, Papillomatosis cutis, Umfangdifferenz zwischen betroffener und gesunder Extremität, Hautfaltentest - positives Stemmer-Zeichen -, Kastenzehen, lokale Lymphknotenvergrößerung)
  • Ausschluss anderer Ödemursachen: komplette körperliche Untersuchung, Labordiagnostik (Blutbild, Gesamteiweißgehalt, Nierenwerte, Elektrolytwerte), ggf. technische Untersuchungen, wie z.B. Doppler- bzw. Farbduplexsonographie zum Ausschluss einer (Mit-)Beteiligung der Venen

Die erweiterte Diagnostik beinhaltet:

  • Sonographie, Isotopenlymphographie, Kernspinlymphangiographie, indirekte Lymphographie, Fluoreszenzmikrolymphographie
  • Volumetrie (z.B. Umfangmessung, optoelektronische Infrarotmessung)
  • Ergänzend weiterführende Diagnostik (z.B. CT, MRT)

Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation u. Sozialmedizin d. Deutschen Krebsgesellschaft e.V. [Mehr]
Nach wie vor online verfügbar: die noch nicht aktualisierten Kapitel des Buches "Supportiv- therapie bei malignen Erkrank- ungen", bei ONKODIN publiziert in Kooperation mit "Deutscher Ärzte-Verlag", 2006. [Mehr]
Aktuelle Berichte vom 58th
ASH Annual Meeting 2016,
San Diego, Kalifornien, USA [Mehr]
2016 ASCO Annual Meeting - aktuelle Berichte. Dieser Service wird gefördert durch:
mehr 
[Mehr]