21.1 Ergotherapie bei onkologischen Erkrankungen: Allgemeine Zielsetzungen der Ergotherapie

Autor/en: M. Grewohl
Letzte Änderung: 11.05.2012

Das Wort "Ergotherapie" (früher Beschäftigungs- und Arbeitstherapie) stammt von dem griechischen Wort "ergein" und bedeutet arbeiten, tun, handeln. Das Ziel dieser Therapie ist die Herstellung oder der Erhalt verloren gegangener oder noch nicht vorhandener körperlicher, geistiger oder seelischer Funktionen. Dabei werden eine größtmögliche Selbstständigkeit und Unabhängigkeit des Patienten im täglichen Leben angestrebt. Der Mensch als Ganzes steht im Vordergrund.

Zunächst wird bei allen Patienten mittels einer Befragung (z.B. nach dem Bieler Modell oder nach COPM, ICF, SF-36, Barthel-Index etc.) die Zielsetzung der höchsten Lebensqualität evaluiert. Dabei spielen die physischen, die psychischen und die sozialen Faktoren gleichwertige Rollen. Der Therapeut übernimmt die Zielsetzungen des Erkrankten und setzt darauf seinen Behandlungsschwerpunkt mit Einbezug notwendiger therapeutischer Maßnahmen.

Eine Auswahl körperlich motorischer Zielsetzungen beinhaltet:

Mögliche Zielsetzungen zur Verbesserung der Selbstständigkeit in Aktivitäten des täglichen Lebens sind:

Mögliche psychologische Zielsetzungen umfassen:

Dabei wird ersichtlich, wie breit gefächert die Ergotherapie ist und wie wichtig dabei der momentane Krankheitsverlauf und der Zustand des Patienten sind. So wird in der Rehabilitation zwischen stationärer und ambulanter Therapie unterschieden.