Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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21.3 Ergotherapie bei onkologischen Erkrankungen: Hilfsmittel

Autor/en: M. Grewohl
Letzte Änderung: 11.05.2012

Im Bereich der Hilfsmittelversorgung wird zwischen stationärer und ambulanter Therapie unterschieden (siehe Tab. 21.1). Zusätzlich spielt der individuelle Behandlungsverlauf eine wichtige Rolle.

Tab. 21.1: Auswahl von Hilfsmitteln stationär und ambulant gegenübergestellt

Hilfsmittel

Stationär

Ambulant

Bettanpassungen

Evtl. Bettgitter, elektrisches Bett vorhanden

Bett elektrisch und verstellbar, evtl. mit Bettgitter

Rollstuhl

Meist nur für den Gebrauch im Krankenhaus; Rückenlehne, Armlehne (Nackenstütze) angepasst, Sitzhöhe eingerichtet; Sitzauflage (Dekubitusprophylaxe); mit/ohne angepassten Rollstuhltisch

Nach Möglichkeit vom Patienten selbst zu bedienen (Elektro- und manueller Rollstuhl), Breite beachten (Türrahmen, Fahrstuhl); Rückenlehne, Armlehne (Nackenstütze) angepasst, Sitzhöhe eingerichtet;Sitzauflage (Dekubitusprophylaxe); mit/ohne Rollstuhltisch

Orthesen/ Bandagen

In Absprache mit Arzt und Orthopädietechniker, auch selbst angefertigt (z.B. Lagerungsschienen)

In Absprache mit Arzt und Sanitätshaus (z.B. unterstützende Handgelenkbandagen), auch selbst angefertigt

Esshilfen

Griffverdickungen, extra leichtes Besteck oder gebogene Löffel etc., Anti-Rutsch-Unterlage, Tellerrand

Wie stationär, jedoch sind dabei Angehörigengespräche wichtig (z.B. damit kein Helfersyndrom bei Angehörigen entwickelt wird.)

Hilfen für Aktivitäten des täglichen Lebens

Z.B. Sockenanziehhilfe, Knopfhilfe, Handspiegel, verlängerter Kammgriff, WC-Sitz-Erhöhung, Rutschbrett

Wie stationär, inklusive Medikamentendispenser und -zerkleinerer etc.

Tagesstruktur-
hilfen

Bei neurologischen Problemen Angaben von Tag und Datum im Zimmer, Fotos von Angehörigen, Einhalten einer gewissen Tagesstruktur durch die Pflege etc.

Bei neurologischen Problemen Kalender zum Aufhängen in der Küche oder in der Handtasche, Stundenplan mit Tagesstruktur, Telefonnotfallnummern etc.

Raum- und Wohnungs-
anpassung

Bei neurologischen Problemen Nachttisch auf betroffener Seite positioniert, markierte Zimmertür, Waschbecken gut erreichbar

Geländer an der Treppe, Rollstuhl-Lifter für die Treppe; Küche anpassen mit genügend Platz, evtl. Geschirr umräumen, Schränke mit Fotos von Inhalt versehen; Lichtschalter gut erreichbar etc.


Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation u. Sozialmedizin d. Deutschen Krebsgesellschaft e.V. [Mehr]
Nach wie vor online verfügbar: die noch nicht aktualisierten Kapitel des Buches "Supportiv- therapie bei malignen Erkrank- ungen", bei ONKODIN publiziert in Kooperation mit "Deutscher Ärzte-Verlag", 2006. [Mehr]
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