Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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19 Palliativmedizinische Aspekte: Symptombehandlung bei Sterbenden

Autor/en: M. Karthaus, H. Pohlmann
Letzte Änderung: 18.03.2013

Behandlungsziele in der Sterbephase (Terminalphase) sind Begleitung und Betreuung des Kranken bei der Vorbereitung auf den Tod. Die Terminalphase ist dabei nicht scharf definiert. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass der Tod wahrscheinlich innerhalb von Stunden bis Tagen eintritt. In der Terminalphase treten charakteristische Symptome auf, wie allgemeine körperliche Schwäche und Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Obstipation und Atemnot bei geringer Belastung. Häufig ist auch das Sprechen selbst anstrengend. Nur selten wird der Patient noch in der Lage sein, das Bett zu verlassen. Erschwertes Atmen ist ein häufiges Symptom, hinzu kommt ein lautes Rasselgeräusch. Dies wird verursacht durch die vermehrte Bildung von Bronchialsekret und durch ein Lungenödem, das Sterbende aus Schwäche nicht mehr ausreichend abhusten können. In der Terminalphase wird alles vermieden, was den Sterbenden zusätzlich belasten könnte; das heißt, Absetzen von Ernährung, Antibiotika, kardialer Medikation unter anderem. Die verbleibenden Medikamente sollten ausschließlich der Symptomkontrolle dienen. Wegen der progedienten Schluckunfähigkeit sind parenteral oder besser subcutan wirksame Medikamente einzusetzen. Analgesie, Kontrolle von Dyspnoe und Emesis, Anxiolyse sowie gegebenenfalls Sedierung sind in dieser Phase vorrangig. Die Entscheidung über den Einsatz einer palliativen Sedierung sollte sich am mutmaßlichen Willen des Patienten orientieren. Bei deliranten Symptomen kann Haloperidol (4-8 mg p.o., s.c. oder i.v.) zur Anwendung kommen. Die Medikamentenapplikation in der Sterbephase muss sorgfältig überprüft und eventuell an die Entwicklung von Symptomen in der Sterbephase angepasst werden, um dem Patienten ein symptomkontrolliertes, würdevolles Sterben zu ermöglichen.


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Nach wie vor online verfügbar: die noch nicht aktualisierten Kapitel des Buches "Supportiv- therapie bei malignen Erkrank- ungen", bei ONKODIN publiziert in Kooperation mit "Deutscher Ärzte-Verlag", 2006. [Mehr]
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