Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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Erworbene hämolytische Anämie bei kardiovaskulären Abnormitäten

Autor/en: A. Salama
Letzte Änderung: 11.11.2003

Definition

Leichte und meist kompensierte hämolytische Anämien kommen bei verschiedenen kardiovaskulären Erkrankungen vor. Alle die Hämodynamik beeinflussenden intrakardialen oder intraarteriellen Veränderungen können mit einer Verkürzung der Erythrozytenlebensdauer einhergehen, besonders sind dies:

  • synthetische Herzklappenprothesen, besonders in Aortenposition,
  • Herzklappenstenosen, insbesondere Aortenstenose,
  • rupturiertes Aortenaneurysma.

Pathogenese

Der vorzeitige Abbau der Erythrozyten ist mechanisch bedingt.

Symptomatik

Symptomatik und Laborbefunde hämolytischer Anämien bei kardiovaskulären Abnormitäten
Klinik
  • Anämiezeichen
Laborbefunde
  • Retikulozytose,
  • Eisenmangel,
  • Nachweis von Fragmentozyten oder Schistozyten im Blutausstrich,
  • leichte bis mäßige Hyperbilirubinämie,
  • mäßig bis deutlich verminderte Haptoglobinkonzentration,
  • LDH mäßig bis deutlich erhöht,
  • Hämoglobinurie (nur bei starker Hämolyse),
  • gesteigerte Erythropoese im Knochenmark.

Therapie

Sofern möglich, Behandlung der Grunderkrankung, bei stärkerer Hämolyse ggf. Eisen- und/oder Folsäuresubstitution. In seltenen Fällen zwingt die Hämolyse zum Wechsel der prothetischen Herzklappe.

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