Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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Prinzipien der chirurgischen Tumortherapie: Zytoreduktive Chirurgie

Autor/en: Th. Junginger, P.M. Schlag
Letzte Änderung: 15.03.2004

Die zytoreduktive Chirurgie hat die Entfernung eines Großteils der Tumormassen (Senkung der Tumorlast) zum Ziel, um hierdurch die Chancen, das restliche nicht resezierbare Gewebe durch andere tumorspezifische Maßnahmen auszuschalten, zu erhöhen. Dieses Debulking ist, abgesehen von Notfall-Situationen nur sinnvoll, wenn neben der operativen Therapie effektive, additive Maßnahmen zur Verfügung stehen, beispielsweise bei weit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom. Auch die Thyreoidektomie bei metastasiertem, differenzierten Schilddrüsenkarzinom als Vorbereitung für eine Radiojodtherapie der Metastasen kann zu den zytoreduktiven Maßnahmen gerechnet werden. Bei fortgeschrittenen, gastrointestinalen Tumoren kommt das Konzept bei Pseudomyxoma peritonei zur Anwendung, ohne dass bisher überzeugende Ergebnisse vorliegen.

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