Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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Organspezifische Verfahren in der nuklearmedizinischen onkologischen Diagnostik: Schilddrüsenszintigraphie

Autor/en: H.-J. Biersack, F. Grünwald
Letzte Änderung: 11.05.2004

Bereits vor rund 50 Jahren wurde J-131 zur Diffenzierung des heißen und kalten Schilddrüsenknotens eingesetzt. Mitte der 60er-Jahre wurde J-131 dann durch das von der Strahlenexposition her wesentlich günstigere Tc-99m Pertechnetat ersetzt. Technetium hat den gleichen Ionenradius wie das Jod-Ion und wird vom "Trapping Mechanismus" der Schilddrüsenzelle anstelle von Jod aufgenommen [Biersack HJ 1996a]. Allerdings nimmt es später dann nicht mehr am Jodstoffwechsel der Schilddrüse teil und wird aus der Zelle eliminiert.

In der Diagnostik des Schilddrüsenkarzinomes hat die Schilddrüsenszintigraphie lediglich die Aufgabe der Bestimmung der endokrinen Aktivität bzw. einer Differenzierung zwischen "kaltem" und "heißem" Knoten. Der heiße Knoten ist in der Regel nicht maligne und entspricht meist einem autonomen Adenom.

Nuklearmed_Diagnostik_2_OrganspezifischeVerfahren_nuklmeddiag_1.jpg

Schilddrüsenszintigramm mit Tc-99m bei Schilddrüsenkarzinom rechts (kalter Knoten).

 

Literaturreferenzen:

  • Biersack HJ, Grünwald F.
    Die wichtigsten Diagosen in der Nuklearmedizin.
    Springer New York/Heidelberg, 1996a


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