Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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Kombination von Temodal® und PegIntron® beim malignen Melanom

Kombinierte Behandlung mit Temozolomid und pegyliertem Interferon-α-2b beim malignen Melanom im Stadium mit Fernmetastasierung

Erkrankung, Stadium

Malignes Melanom im Stadium IV, Primärtherapie

Art der Studie

Randomisierte Multizenterstudie

Rationale, Begründung

Die vorliegende Studie der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) prüft die Wirksamkeit und Verträglichkeit einer Behandlung mit Temozolomid in Kombination mit Interferon-α im Vergleich zu Temozolomid allein bei Patienten mit fernmetastasiertem malignem Melanom (Stadium IV) in der Firstline-Therapie. Die Aufnahme von Patienten in diese beiden Studienarme wurde am im Januar 2002 zunächst planmäßig abgeschlossen. In einer ersten Zwischenauswertung zeigte sich hinsichtlich der objektiven Tumorremissionen ein signifikanter Vorteil für die Patienten, die mit der Kombination von Temozolomid und Interferon-α behandelt wurden.

Deshalb wurde eine dritte Behandlungsgruppe in das Protokoll eingeschlossen, in dem eine kombinierte Behandlung mit Temozolomid und pegyliertem Interferon-α-2b (PegIntron®) bei weiteren 120 Patienten vorgenommen werden soll. Es soll eine mit den beiden bereits vollständig rekrutierten Studienarmen vergleichbare Anzahl an Patienten aufgenommen werden. Alle Patienten, die zusätzlich noch in die Studie aufgenommen werden, sollen die Kombinationstherapie aus Temozolomid und pegyliertem Interferon-α-2b (PegIntron®) erhalten.

Fragestellung

Kann die Behandlung des metastasierenden Melanoms mit einer Kombinationstherapie von Temozolomid (Temodal®) und pegyliertem Interferon-α-2b (PegIntron®) gegenüber der Monotherapie mit Temozolomid verbessert werden?

Hauptziel

Es soll geprüft werden, ob die Kombinationstherapie mit pegyliertem Interferon-α-2b und Temozolomid der Monotherapie mit Temozolomid beim metastasierenden Melanom überlegen ist.

Nebenziel(e)

Es soll die Verträglichkeit dieser Therapie untersucht werden.

Einschluss-
kriterien
  • histologisch gesichertes (primäres) malignes Melanom, histologisch gesichertes malignes Melanom bei unbekantem Primärtumor
  • Nachweis der Fernmetastasen durch klinische und technische Untersuchungen
  • messbare Tumormanifestationen, nach Möglichkeit Festlegung mehrerer Markerläsionen
  • Karnofsky >60%
  • Lebenserwartung >3 Monate
  • Alter 18-75 Jahre
  • Konzeptionsschutz
  • Leukozyten >3000/µl
  • Immuntherapeutische Vorbehandlung mit Gentherapie oder mit Dendritic-Cell-Vaccination erlaubt
Ausschluss-
kriterien
  • ZNS-Metastasen
  • primär okuläre Melanome, Schleimhautmelanome
  • vorangegangene Chemo- oder Immuntherapie (IFN) im Stadium der Fernmetastasierung
  • vorangegangene Chemo- oder Immuntherapie in den letzten 4 Wochen (vor Diagnose der Fernmetastasen)
  • Schwangerschaft, Laktation
  • Einschränkung der Nierenfunktion
  • Leberfunktionsstörungen T
  • hrombozytopenie <100.000/µl, Leukozytopenie <1.500/µl
  • Schwere Herzerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, nicht eingestellte Schilddrüsenfunktionsstörung
  • nicht eingestellter Diabetes mellitus
  • aktive Infektion
  • Status nach Organtransplantation
Therapie(arme)
  • Arm A = Temozolomid Monotherapie (bereits geschlossen)
  • Arm B = Temozolomid und Interferon-α (bereits geschlossen)
  • Arm C = Temozolomid und pegyliertes Interferon-α-2b
Patientenanzahl

120

Beginn/ geplantes Ende

Ende: bis 120 Patienten eingeschlossen sind.

Studienleiter/
-gruppe

Prof. Dr. med. R. Dummer

Ansprechpartner, Studienzentrale

Dr. med. B. Laetsch
Assistenzärztin
Dermatologische Klinik
Universiätsspital Zürich
Gloriastrasse 31
8091 Zürich

Tel.: +41-1-255-2407
Fax: +41-1-255-4494
E-Mail: barbara.laetsch@usz.ch

Mit finanzieller Unterstützung von:

Pharmazeutischer Industrie

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