Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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Ätiologie des Peniskarzinoms

Autor/en: T. Otto, J. Otto
Letzte Änderung: 26.02.2004

Gesicherte ätiologische Faktoren, die zur Krankheitsentstehung beitragen, sind:

  • chronisch entzündliche Veränderungen,
  • mangelnde Genitalhygiene,
  • kulturelle und religiöse Einflüsse,
  • heiße klimatische Bedingungen.

So beträgt in feuchtwarmen Ländern Südostasiens und Mittelamerikas der Anteil des Peniskarzinoms an den männlichen Tumoren mehr als 20%.
Der Einfluss kultureller und religiöser Verhaltensweisen wird durch die Maßnahme der rituellen Beschneidung im frühen Kindesalter in islamischen Ländern und bei Menschen jüdischen Glaubens deutlich. Hier finden sich nahezu keine Peniskarzinome.
Umgekehrt kommt es bei mangelnder Genitalhygiene und vornehmlich bei nicht retrahierbarer Vorhaut (Phimose) zu einer Retention von Smegma mit nachfolgender chronischer Entzündung und Balanoposthitis. Dies kann in Folge einer chronischen Irritation von Vorhaut und Glans penis zur Karzinomentstehung beitragen.

Bei invasiven Peniskarzinomen ist im Tumorgewebe der Nachweis menschlicher Papillomaviren des Genotyps 16 und 18 gezeigt worden (HPV16, 18). Ein ätiologischer Bezug ist gesichert bei Patienten mit Peniskarzinom ohne Phimose und nachgewiesener HPV-Infektion. Typischerweise sind jüngere Patienten (<40 Jahre ) betroffen [Otto T 2002].

 

Literaturreferenzen:

  • Otto T, Rübben H.
    Myokutane Schwenklappen zur Deckung großer Weichteildefekte bei metastasiertem Peniskarzinom.
    Urologe A 2002;41(Suppl1):80.


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