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R-CHOP mit Ersatz von Doxorubicin durch Etoposid (R-COEP). Exzellente Ergebnisse bei Patienten mit diffus-großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) und Kontraindikationen gegen Anthrazyline
| Titel des Originals: |
R-CHOP with Etoposide Substituted for Doxorubicin (R-CEOP): Excellent Outcome in Diffuse Large B Cell Lymphoma for Patients with a Contraindication to Anthracyclines |
Abstract-Nr.: |
408
| Jahr: |
2009 |
Original im Internet: |
Blood (ASH Annual Meeting Abstracts) 2009 114: Abstract 408 |
Autor/en: |
Alden A. Moccia,
Kimberly Schaff, Paul Hoskins, Richard Klasa, Kerry J. Savage, Tamara Shenkier, Randy D. Gascoyne, Joseph M. Connors, and Laurie H. Sehn
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Institution/en: |
Department of Medical Oncology, British Columbia Cancer Agency and the University of British Columbia, ancouver, BC, Canada; Department of Pharmacy, British Columbia Cancer Agency and the University of British Columbia, Vancouver, BC, Canada; Department of Pathology, British Columbia Cancer Agency and the University of British Columbia, Vancouver, BC, Canada |
Zusammenfassung des Berichts
Ungefähr die Hälfe der DLBCL-Patienten mit Kontraindikationen gegen Anthrazykline können durch R-CEOP geheilt werden. R-COEP ist auch bei Patienten mit schweren Vor- und Begleiterkrankungen gut verträglich. Für diese Patientengruppe ist das Behandlungsergebnis nach R-COEP nicht schlechter als nach R-CHOP.
Bericht über die Inhalte der Studie
Begründung, Rationale
R-CHOP (Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin und Prednison) ist der Therapiestandard für die Behandlung des DLBCL. Der Einsatz von Doxorubicin ist jedoch bei Patienten mit kardialer Vorerkrankung oder bei Patienten, die bereits mit Anthrazylinen vorbehandelt wurden, problematisch.
Fragestellung der Studie
Diese Studie untersucht die Frage ob in der Rituximab-Ära bei Patienten mit Kontraindikationen gegen Anthrazykline Doxorubicin durch Etoposid ohne Verlust an Therapieeffektivität ersetzt werden kann. Endpunkte der Analyse waren Zeit bis zum Krankheitsprogress (TTP) und Gesamtüberleben (OS).
Art der Studie
Retrospektive Auswertung
Behandlung, Protokolle, Durchführung bzw. Methode
In British Columbia wird der Ersatz von Doxorubicin durch Etoposid bei Patienten mit DLBCL mit Kontraindikationen gegen Anthrazylkline empfohlen (R-CEOP). Etoposid wird in der Dosis von 50 mg/m2 i.v. an Tag 1 and 100 mg/m2 p.o. an den Tagen 2 und 3 appliziert. Patienten in limitiertem Stadium erhielten 3-4 Zyklen mit oder ohne Strahlentherapie, Patienten im fortgeschrittenen Stadium erhielten 6 Zyklen.
Es werden Daten einer retrospektiven Analyse von Patienten mit neu diagnostiziertem DLBCL, die in der Zeit von Dezember 2000 bis März 2009 mit R-CEOP behandelt wurden, präsentiert. Patienten, die die Behandlung mit R-CHOP begannen aber dann zu R-CEOP wechselten (wegen Unverträglichkeit oder weil die maximal verträgliche Anthrazyklindosis erreicht war), wurden auch in die Analyse miteinbezogen, wenn R-CEOP in mehr als 50% der Zyklen gegeben wurde. Diese Patienten wurden mit einer Kontrollgruppe, die im gleichen Zeitraum R-CHOP erhalten und für Alter, Stadium (IPI) gematcht war, verglichen.
Ergebnisse, Toxizität
81 Patienten, die R-CEOP erhalten haben, werden berichtet. Das mediane Alter war 73 Jahre (34-93), 55 (68%) männliche Patienten, 15 (18%) limitiertes Stadium und 66 (82%) fortgeschrittenes Stadium.
Risikofaktoren waren: 85% der Patienten waren >60 Jahre, 58% Stadium III/IV, 31% klinischer Performance-Status >1, 43% erhöhte LDH, 12% >1 extranodale Manifestation. IPI-Score: 19 (23%) "low risk", 33 (41%) "low-intermediate", 18 (22%) "high-intermediate" und 11 (14%) "high risk".
Die Gründe für den Einsatz von Etoposid waren: 71 (88%) kardiale Vorerkrankung, 7 (9%) frühere Anthrazyklintherapie und 3 (4%) andere Vorerkrankungen.
72 (89%) Patienten erhielten Rituximab, 25 (31%) erhielten zunächst R-CHOP und wechselten dann zu R-CEOP und 56 (69%) erhielten keine Anthrazyklintherapie. Die Kontrollgruppe umfasste 162 Patienten, die R-CHOP erhalten hatten und für Alter, Stadium und IPI-Score gematcht waren.
Nach einem medianen Follow-up von 28 Monaten (3-86), waren 33/81 (41%) der R-CEOP-Patienten gestorben (23 aufgrund der Grunderkrankung, 3 aufgrund von therapiebedingter Toxizität und 7 aus anderen Gründen). Die Zeit bis zum Progress (TTP) nach 5 Jahren war in der R-CEOP- und in der R-CHOP-Gruppe gleich (57% versus 62%; p=0,21). Das 5-Jahres-OS war für die R-CEOP-Patienten schlechter als für die R-CHOP-Gruppe (49% versus 64%; p=0,02), möglicherweise aufgrund der häufigeren Vor- und Begleiterkrankungen in der R-COEP-Gruppe. Das 5-Jahres-TTP und das 5-Jahres OS waren für Patienten, die zunächst R-CHOP und dann R-COEP vs der Patienten, die von Beginn an R-COEP erhalten hatten, nicht unterschiedlich (p=0,49 und p=0,77).
Kommentar / Beurteilung
Autor des Berichts: |
Priv.-Doz. Dr. med. Mathias Witzens-Harig |
Institution: |
Medizinische Klinik V (Hämatologie, Onkologie und Rheumatologie), Universität Heidelberg, INF 410, 69120 Heidelberg |
Letzte Änderung: |
18.12.2009 |
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ONKODIN ASH-Berichte 2009 zu sekundären ZNS-Lymphomen
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Herausgeber: Prof. Dr. H. Link
Herausgeberbeirat: Prof. Dr. P. Albers, Prof. Dr. R. Andreesen, Priv.-Doz. Dr. A. Böhme, Prof. Dr. C. Bokemeyer, Prof. Dr. U. Creutzig, Prof. Dr. G. Ehninger, Prof. Dr. M. Freund, Prof. Dr. C. Garbe,
Dr. N. Gökbuget, Prof. Dr. M. Hallek, Prof. Dr. J.T. Hartmann, Prof. Dr. R. Hehlmann, Prof. emerit. Dr. H. Heimpel, Prof. Dr. A. Hochhaus, Prof. Dr. K. Höffken, Dr. G. Hübner,
Prof. Dr. Th. Junginger, Priv.-Doz. Dr. U. Kaiser, Priv.-Doz. Dr. R. Kath, Prof. Dr. C.-H. Köhne, Prof. Dr. A. Matzdorff, Prof. Dr. R.-P. Müller, Prof. Dr. J. Preiß, Prof. Dr. H.-J. Schmoll,
Prof. Dr. G. von Minckwitz
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