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Expression des MSH2-Gens und adjuvante Cisplatin-basierte Chemotherapie beim NSCLC
| Titel des Originals: |
MSH2 in adjuvant cisplatin-based chemotherapy in non-small cell lung cancer |
Abstract-Nr.: |
CRA7502
| Jahr: |
2009 |
Original im Internet: |
J Clin Oncol 27:18s, 2009 (suppl; abstr CRA7502) |
Autor/en: |
P. Fouret,
D. Planchard, j. Mendiboure, N. S. Kamal, K. A. Olaussen, P. Bertrand, R. Pirker, A. Dunan, T. Le Chevalier, J. C. Soria, IALT-Bio Investigators
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Institution/en: |
Institut de Cancérolgie Gustave-Roussy, villejuif, France; CEA, Fonenay-aux-Rosis, France; Medical University, Vienna, Austria |
Zusammenfassung des Berichts
MSH2 scheint, ähnlich wie ERCC1, sowohl prädiktive als auch prognostische Bedeutung zu haben. Die Kombination beider Marker scheint die Aussagekraft weiter zu erhöhen.
Bericht über die Inhalte der Studie
Begründung, Rationale
Die adjuvante Cisplatin-basierte Chemotherapie verbessert das Überleben von Patienten mit NSCLC. Das DNA-Mismatch-Reparaturgen MutS-Homolog2 (MSH2) wird benötigt, um Cisplatin-bedingte DNA Schäden zu reparieren. Bekannt sind die DNA-Mismatch-Reparaturgene durch ihre Bedeutung beim kolorektalen Karzinom. Hier führen Keimbahnmutationen zum klinischen Bild des hereditären non-polypösen kolorektalen Karzinoms (HNPCC; Lynch-Syndrom).
Fragestellung der Studie
Die prädiktive und prognostische Bedeutung von MSH2 sollte retrospektiv an Tumoren der IALT-Studie überprüft werden.
Art der Studie
Retrospektive Analyse
Behandlung, Protokolle, Durchführung bzw. Methode
Mittels Immunhistochemie wurden Tumoren der IALT-Studie auf MSH2-Positivität hin untersucht. Der Überlebensvorteil (mediane Nachbeobachtungszeit 7,5 Jahre) wurde mit Cox-Regression berechnet, in einem Modell, das für klinische und pathologische Daten angepasst war.
Ergebnisse, Toxizität
N=673 Tumoren waren verfügbar, davon waren n=257 (38%) MSH2-positiv. Der Langzeitüberlebensvorteil der Patienten, die Chemotherapie erhalten hatten, war abhängig von der MSH2-Expression (Test auf Interaktion, p=0,06). Die adjuvante Chemotherapie zeigte bei den Patienten mit MSH2-negativen Tumoren einen Benefit (Hazard-Ratio (HR) 0,76 (95%-Konfidenzintervall (KI) 0,59-0,79); p=0,03) gegenüber der nicht chemotherapierten Kontrollgruppe (HR 1,12 (95%-KI 0,81-1,55); p=0,48).
Im Kontrollarm zeigte sich eine prognostische Bedeutung. Patienten mit MSH2-positiven Tumoren verstarben weniger häufig als solche mit MSH2-negativen Tumoren (HR 0,66 (95%-KI 0,49-0,90); p=0,01).
In einer zusätzlichen Analyse erweiterten die Autoren die Auswertung um den bereits vorbeschriebenen Marker ERCC1 ("excission repair cross complementing group protein") - für 658 Patienten waren beide Marker Analysen verfügbar. Es konnte gezeigt werden, dass der Benefit einer Chemotherapie um so weniger stark ausgeprägt war, je mehr Marker positiv waren (p=0,01). Auf der anderen Seite war das Überleben von Patienten im Chemotherapiearm signifikant verlängert, wenn beide Marker negativ waren (HR 0,65 (95%-KI 0,47-0,91); p=0,01).
Schlussfolgerung der Autoren aus der Publikation
MSH2 scheint ein prädiktiver Marker für den Langzeit-Benefit einer adjuvanten Cisplatin-haltigen Chemotherapie beim NSCLC zu sein und kann mit ERCC1 noch kombiniert werden.
Kommentar / Beurteilung
Autor des Berichts: |
Priv.-Doz. Dr. med. habil. Wolfgang Brückl |
Institution: |
Medizinische Klinik 3, Klinikum Nürnberg Nord, Prof.-Ernst-Nathan-Str. 1, 90419 Nürnberg |
Letzte Änderung: |
05.06.2009 |
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ASCO-Report 2009
Aktuelle Berichte vom 2009 ASCO Annual Meeting. Dieser Service wird gefördert durch:
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Herausgeber: Prof. Dr. H. Link
Herausgeberbeirat: Prof. Dr. P. Albers, Prof. Dr. R. Andreesen, Priv.-Doz. Dr. A. Böhme, Prof. Dr. C. Bokemeyer, Prof. Dr. U. Creutzig, Prof. Dr. G. Ehninger, Prof. Dr. M. Freund, Prof. Dr. C. Garbe,
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Prof. Dr. G. von Minckwitz
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