Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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Prognostische und prädiktive Bedeutung der EGF-R- und K-RAS-Mutation sowie der EGF-R-Kopienanzahl bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), die als Erstbehandlung zytotoxische Chemotherapie erhielten

Titel des Originals:

Prognostic and predictive impact of EGFR and K-ras mutation, and EGFR gene copy number in patients with advanced non-small cell lung cancer (NSCLC) who received first-line cytotoxic chemotherapy

Abstract-Nr.:

8096

Jahr:

2009

Original im Internet:

J Clin Oncol 27:15s, 2009 (suppl; abstr 8096)

Autor/en:

Y. Tambo, K. Kasahara, T. Sone, H. Kimura, A. Sakai, T. Araya, A. Ueda, M. Fujimura, S. Nakao

Institution/en:

Kanazawa University Hospital, Kanazawa, Ishikawa, Japan; NHO Kanazawa Medical Center, Kanazawa, Japan; Komatsu Municipal Hospital, Kanazawa, Ishikawa, Japan

Zusammenfassung des Berichts

Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkarzinom wurden auf EGF-R- und K-RAS-Mutationen sowie die EGF-R-Amplifikation untersucht. Patienten mit EGF-R-Mutationen zeigten gegenüber K-RAS- und Nicht-Mutanten einen signifikanten Vorteil sowohl im progressionsfreien als auch im Gesamtüberleben. EGFR-Amplifikation blieb ohne Vorteil.

Bericht über die Inhalte der Studie

Begründung, Rationale

EGF-R-Amplifikation, EGFR- und K-RAS-Mutationen sind als prädiktive Marker für die Behandlung des NSCLC mit EGF-R-Tyrosinkinaseinhibitoren bekannt.

Fragestellung der Studie

Der prognostische Faktor dieser Biomarker ist noch zu untersuchen.

Art der Studie

Retrospektiv

Behandlung, Protokolle, Durchführung bzw. Methode

Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC, die in der Erstbehandlung eine zytotoxische Chemotherapie erhielten und deren EGF-R-Genotyp untersucht worden war. EGF-R-Amplifikation und die Mutationen wurden untersucht, wenn ausreichend Tumormaterial zur Verfügung stand.

Ergebnisse, Toxizität

Bei 26 von 87 Patienten (29,9%) bzw. bei 2 von 65 (3,1%) konnten die EGF-R- bzw. K-RAS-Mutationen nachgewiesen werden. Hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens und des Gesamtüberlebens ergaben sich durch die EGF-R Mutationen signifikante Verlängerungen gegenüber Patienten mit der K-RAS-Mutation bzw. ohne jede Mutation. Die EGF-R-Amplifikation hingegen hatte keinen Einfluss auf die Prognosefaktoren progressionsfreies Überleben und Gesamtüberleben.

Schlussfolgerung der Autoren aus der Publikation

Möglicherweise haben EGF-R- und K-RAS-Mutationen im fortgeschrittenen NSCLC prognostischen Wert.

Kommentar / Beurteilung

Dies ist eine selbst bei dem relativ kleinen Patientenkollektiv aussagekräftige Arbeit, die jedoch durch umfangreichere Studien verifiziert werden muss.


Autor des Berichts:

Priv.-Doz. Dr. med. habil Jan Stöhlmacher

Institution:

Medizinische Klinik und Poliklinik I, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Fetscherstr. 74, 01307 Dresden

Letzte Änderung:

07.07.2009


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