Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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Nachweis unbekannter neuroendokriner Primärtumoren mittels 68Ga-DOTA-NOC-Rezeptor-PET/CT

Titel des Originals:

Detection of unknown primary neuroendocrine tumors (CUP-NET) using 68Ga-DOTA-NOC receptor PET/CT

Abstract-Nr.:

4599

Jahr:

2009

Original im Internet:

J Clin Oncol 27:15s, 2009 (suppl; abstr 4599)

Autor/en:

D. Hörsch, V. Prasad, V. Ambrosini, M. Hommann, S. Fanti, R.P. Baum

Institution/en:

Zentralklinik Bad Berka GmbH, Bad Berka Germany University of Bologna, Bologna, Italy

Zusammenfassung des Berichts

68Gadolinium-DOTA-NOC-Rezeptor-PET/CT entdeckt neuroendokrine Primärtumoren mit höherer Sensitivität als 111In-Octreoscan.

Bericht über die Inhalte der Studie

Begründung, Rationale

Suche nach Methoden mit hoher Detektionsrate für neuroendokrine Primärtumoren.

Fragestellung der Studie

Stellenwert des 68Ga-DOTA-NOC-Rezeptor-PET/CT bei der Suche nach dem neuroendokrinen Primärtumor.

Art der Studie

Prospektiv, einarmig

Behandlung, Protokolle, Durchführung bzw. Methode

59 Patienten (33 Männer, 26 Frauen) mit gesichertem neuroendokrinen Tumor, jedoch unbekanntem Primärtumor, wurden untersucht: PET/CT nach Injektion von 100 MBq 68Ga-DOTA-NOC. Vergleich der SUVmax ("standardised uptake value") mit SUVmax bei bekannten neuroendokrinen Tumoren des Pankreas (P-NET) und des Dünndarms (SI-NET).

Ergebnisse, Toxizität

Bei 35 der 59 Patienten (59%) identifizierte das Ga-DOTA-NOC den Primärtumor, wobei dieser (retrospektiv beurteilt) bei 12 Patienten (20%) bereits im CT sichtbar gewesen wäre. Der SUVmax der P-NET und der SI-NET war niedriger als der bekannter P-NET und SI-NET. 19% der Tumoren waren schlecht und 81% gut differenziert. 4 Tumoren konnten reseziert werden.

Schlussfolgerung der Autoren aus der Publikation

68Ga-DOTA-NOC ist deutlich besser als 111In-Octreoscan, welches eine Detektionsrate von nur 17% (nach Literatur) hat.

Kommentar / Beurteilung

Das 68Gadolinium-DOTA-NOC hat eine höhere Sensitiviät als das 111Indium-Octreoscan. Leider ist der Vergleich in dieser Arbeit nur indirekt, auch auf Kosten wird nicht eingegangen. Patienten mit schlecht differenzierten, metastasierten neuroendokrinen Tumoren profitieren vom Auffinden bzw. der Resektion des Primärtumors nicht unbedingt. Für Patienten mit gut differenzierter Histologie jedoch kann das Auffinden des Primärtumors (und weiterer Metastasierung) wichtig sein. Insofern ist zukünftig ein direkter Vergleich der beiden Methoden sowie Daten über den klinischen Nutzen sehr interessant.


Autor des Berichts:

Dr. med. Karin Weigang-Köhler

Institution:

Medizinische Klinik 5 (Onkologie/Hämatologie), Klinikum Nürnberg Nord, Prof.-Ernst-Nathan-Str. 1, 90419 Nürnberg

Letzte Änderung:

12.06.2009


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