Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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1.5 Neurotoxizität der Chemotherapie: Definition

Autor/en: J.T. Hartmann, C. Bokemeyer
Letzte Änderung: 25.01.2006

Neurotoxische Folgen einer Chemotherapie sind Funktionsstörungen des zentralen oder des peripheren Nervensystems, die, verursacht durch ein Zytostatikum, unmittelbar nach dessen Applikation oder mit einer zeitlichen Verzögerung auftreten. Diese neurotoxischen Folgen zeigen oft eine charakteristische klinische Symptomatik, welche die Diagnose nahe legt. Voraussetzung für die Diagnosestellung ist jedoch der Ausschluss einer anderen möglichen morphologischen oder metabolischen Ursache.

Oft sind zytostatikainduzierte neurologische Störungen vollständig reversibel, insbesondere nach Absetzen der auslösenden Substanz. Mitunter können sie jedoch noch Monate nach Beendigung der Chemotherapie progredient sein [von Schlippe M 2001]. Häufig ist die einzige therapeutische oder prophylaktische Maßnahme das Absetzen bzw. das Vermeiden des auslösenden Agens.

Für zahlreiche Zytostatika wurden Risikofaktoren identifiziert, die das Auftreten einer Neurotoxizität begünstigen. Die Kenntnis dieser Risikofaktoren ist zur Vermeidung schwerwiegender und dann oft irreversibler Folgen wichtig. Die klinische Symptomatik neurotoxischer Folgen einer Chemotherapie, ihre Diagnose und Differenzialdiagnose, eine sachgerechte Therapie und ihre Prognose werden im Folgenden dargestellt.

Literaturreferenzen:

  • von Schlippe M, Fowler CJ, Harland SJ.
    Cisplatin neurotoxicity in the treatment of metastatic germ cell tumour: time course and prognosis.
    Br J Cancer 2001;85:823-826. PM:11556831
    [Medline]


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