Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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12 Gerinnungsstörungen und Thrombosen: Einleitung

Autor/en: A. Matzdorff, M. Dicato
Letzte Änderung: 25.01.2006

Der französische Arzt und Forscher Armand Trousseau beschrieb als erster den Zusammenhang zwischen Thromboembolien und malignen Grunderkrankungen. Er ging so weit, dass er bei idiopathischer Thrombose das Vorliegen einer bisher nicht erkannten Krebserkrankung postulierte. Tragischerweise musste Trousseau wenige Jahre später bei sich selber die gleiche Diagnose stellen. Er entwickelte eine Beinvenenthrombose; 1867 verstarb Trousseau an einem Magenkarzinom. Heute spricht man von einem Trousseau-Syndrom, wenn Tumorpatienten eine Thrombophlebitis migrans entwickeln oder rezidivierende Thrombosen trotz adäquater Therapie. Dieses historische Beispiel unterstreicht die klinische Beobachtung, dass Tumorpatienten ein erhöhtes Thromboembolierisiko tragen.

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