Indolente Lymphome

Herausgeber: Christian Buske, Stefan Mahlmann - April 2011

Pathophysiologie, Prognosefaktoren und aktuelle Therapieempfehlungen

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In Kooperation mit "Deutscher Ärzte-Verlag"

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Der Titel "Indolente Lymphome - Pathophysiologie, Prognosefaktoren und aktuelle Therapieempfehlungen" ist als Buch erschienen in: "Deutscher Ärzte-Verlag", 2011. Es wird hier in Kooperation mit dem ONKODIN-Projekt publiziert.

Vorwort

Die Prognose von Patienten mit indolenten Lymphomen hat sich in den letzten Jahren durch den Einsatz von modernen Immuno-Chemotherapien entschieden verbessert. Dennoch sind die Erkrankungen in den fortgeschrittenen Stadien nach wie vor nicht heilbar und nehmen einen langsam voranschreitenden klinischen Verlauf. Dies ist eine besondere Herausforderung für den behandelnden Arzt aber auch für die Konzeption neuer, innovativer klinischer Studien. Der klinisch tätige Arzt ist mit einem chronisch erkrankten Patienten konfrontiert, der immer wieder unter Krankheitssymptomen leidet. Dieser Verlauf verlangt vom Therapeuten eine umfassende Behandlungsstrategie, in die zahlreiche Überlegungen mit einfließen müssen: die richtige Therapieindikation, ein Therapiekonzept, das eine lange Remission gewährleistet und dennoch eine akzeptable Lebensqualität erlaubt, und Behandlungsalternativen für die zu erwartenden Rezidive.
Klinische Studien haben die Wirksamkeit der Immuno-Chemotherapien erwiesen und ihren Einsatz in der täglichen Praxis möglich gemacht. Gegenwärtige Studienkonzepte prüfen, wie verschiedene Antikörper am wirksamsten einzusetzen und welche Kombinationen von Antikörpern und Chemotherapien zu wählen sind. Weiterhin werden neue Antikörper entwickelt und andere spezifische Substanzen wie Immunotoxine, Radio-Immunpräparate, Proteasominhibitoren und Antisense-Moleküle auf ihre klinische Wirksamkeit getestet. Neben den Bemühungen, nebenwirkungsarme Strategien zu entwickeln, die zu einer zunehmenden Chronifizierung der Lymphomerkrankungen führen, sind dosisintensivierte Ansätze auch unter Einschluss der autologen Stammzelltransplantation nach wie vor von Bedeutung.

Dieses Buch wendet sich in erster Linie an den klinisch tätigen Arzt, um ihn in der Wahl seiner Behandlungsstrategie bei einem Lymphompatienten zu unterstützen. Daher liegt ein Schwerpunkt des Buches auf den Therapieoptionen. Diese werden mit der Studienlage begründet und es wird auf aktuelle Studien verwiesen. Die Aktualität der Studien wird durch Verweise auf die Internetseiten der entsprechenden Studiengruppen gewährleistet.
Die beiden ersten Kapitel dieses Buches geben einen Überblick über die Klassifikation der indolenten Lymphome, der Stadieneinteilung, Diagnostik und Prognosefaktoren.
Anschließend werden in einzelnen Kapiteln die unterschiedlichen Lymphomentitäten dargestellt. Dabei liegt der Schwerpunkt sowohl auf den biologischen Charakteristika der Erkrankungen als auch auf den klinischen Therapieempfehlungen unter Berücksichtigung aktueller Studienergebnisse.
Nach eingehender Diskussion haben wir uns entschlossen, auch ein Kapitel über die T-Zell-Lymphome aufzunehmen. Es ist uns sehr wohl bewusst, dass die T-Zell-Lymphome eine sehr heterogene Krankheitsentität darstellen und zu einem großen Teil nicht indolent verlaufen. Um daher die Eigenständigkeit dieser Lymphomentität herauszuheben, wird ihre Klassifikation gesondert in dem Kapitel über die T-Zell-Lymphome dargestellt.

Wir danken allen Autoren ganz herzlich für ihre Bereitschaft, an diesem Buch mitgearbeitet zu haben.
Ebenso möchten wir dem Deutschen Ärzte-Verlag danken, insbesondere Frau Marie-Luise Bertram, die die Entwicklung dieses Buchkonzepts von Beginn an engagiert betreute.

Die Herausgeber