Epidemiologie der Pleuramesotheliome

Autor/en: J.T. Hartmann, C. Bokemeyer
Letzte Änderung: 10.12.2002

Die Häufigkeit des Pleuramesothelioms wird mit etwa 0,16% aller malignen Tumoren und ca. 0,38% aller tumorbedingten Todesursachen angegeben. Im Gebiet der alten Bundesrepublik betrug die Inzidenz 1989 etwa 1,5 pro 100.000 Einwohner und Jahr. Wegen der hohen Letalität des Tumors und der kurzen Überlebenszeit gibt die Mortalität maligner Pleuramesotheliome in etwa die Inzidenz wieder. Im Zeitraum von 1972 bis 1989 stieg die Zahl männlicher Pleuramesotheliomsterbefälle pro Jahr von ca. 280 auf über 550, während die Zahl bei den Frauen mit 250 im Jahre 1972 und etwa 300 im Jahr 1989 weitgehend konstant blieb. Damit erkranken etwa doppelt so viel Männer wie Frauen.

Wegen der langen Latenzzeit zwischen Asbestexposition und Erkrankung sowie erheblicher Altlasten in Form asbesthaltiger Baustoffe wird die Pleuramesotheliommortalität trotz des gesetzlichen Asbestverbotes von 1991 in den nächsten Jahren vermutlich weiter ansteigen.

Maligne Pleuramesotheliome sind dreimal häufiger als maligne peritoneale Mesotheliome und als benigne Pleuramesotheliome.