Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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6 Hochdosis-Chemotherapie: 6.1 Einführung

Autor/en: Stefan Knop, Hermann Einsele
Letzte Änderung: 30.06.2011

Heute ist das multiple Myelom die häufigste Indikation für eine Hochdosis-Chemotherapie mit nachfolgender Transplantation autologer Blutstammzellen. In Nordamerika wurden zuletzt mehr als 4500 derartiger Behandlungen pro Jahr durchgeführt [Pasquini, Wang 2010]. Damit ist dieses Therapieverfahren innerhalb eines Jahrzehnts nach seiner erstmaligen systematischen Untersuchung im Vergleich mit einer konventionellen zytostatischen Therapie [Attal et al. 1996] zur Standardbehandlung für weite Patientengruppen mit neu diagnostizierter Myelomerkrankung geworden. Erstmals wurde bereits 1983 über die Therapie mit hochdosiertem Melphalan bei 9 Patienten mit Plasmazelldyskrasien berichtet [McElwain, Powles 1983]. Überraschend war zum damaligen Zeitpunkt das hervorragende Ansprechen der Erkrankung insbesondere bei den (in dieser Serie wenigen) unvorbehandelten Patienten. Zunächst wurde die anhand der frühen Arbeiten zu vermutende Dosis-Wirkungs-Beziehung bei der Gabe des Alkylans Melphalan weiter erforscht, allerdings bei Patienten, die eine gegenüber Standardtherapien refraktäre Erkrankung hatten, [Barlogie et al. 1987; Barlogie, Dicke, Alexanian 1988]. Wenig später kam die Ganzkörperbestrahlung in Kombination mit hochdosiertem Melphalan als weitere "Konditionierung" (Vorbereitung des Empfängers) vor der Rückgabe der autologen, peripheren Blutstammzellen hinzu [Fermand et al. 1989]. Auch dieses Verfahren wurde anfangs überwiegend bei Patienten eingesetzt, deren Erkrankung auf die konventionelle Behandlung nicht mehr ansprach.

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