Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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9 Tumorlysesyndrom: Diagnostik

Autor/en: M. Sökler, H. Ostermann, C. Bokemeyer
Letzte Änderung: 18.06.2012

Bei allen Hochrisikopatienten für ein TLS ist ein engmaschiges Monitoring der Tumorlyseparameter in den ersten Tagen der Tumortherapie obligat. Regelmäßig - in den ersten Tagen 2-3x/Tag - überprüft werden sollten das Blutbild, die Retentionswerte (Kreatinin-, Harnstoff-, Harnsäurespiegel), die Elektrolytkonzentrationen (Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphat) und der LDH-Wert. Daneben ist eine sehr engmaschige Flüssigkeitsbilanzierung von Bedeutung.

Bei einer Nierenfunktionseinschränkung muss eine Ultraschalluntersuchung der ableitenden Harnwege zum Ausschluss einer postrenalen Genese, etwa durch Tumormanifestationen im Becken, erfolgen. Mit Blick auf eine prärenale Genese sollte eine Bestimmung der Natriumkonzentration im Spontanurin durchgeführt werden. Für das prärenale Nierenversagen sind stark erniedrigte Werte (<20 mmol/l) charakteristisch. Für die akute Uratnephropathie gilt ein erhöhter Harnsäure- (in mg/dl) bzw. Kreatinin-Quotient (in mg/dl) im Spontanurin von >1 als typisch. Bei anderen Formen eines akuten Nierenversagens liegt dieser Quotient in der Regel zwischen 0,6 und 0,75 [Kelton J 1978].


Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation u. Sozialmedizin d. Deutschen Krebsgesellschaft e.V. [Mehr]
Nach wie vor online verfügbar: die noch nicht aktualisierten Kapitel des Buches "Supportiv- therapie bei malignen Erkrank- ungen", bei ONKODIN publiziert in Kooperation mit "Deutscher Ärzte-Verlag", 2006. [Mehr]
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