11 Gerinnungsstörungen und Thrombosen: 11.7 Zusammenfassung

Autor/en: A. Matzdorff, M. Baumhäkel
Letzte Änderung: 01.09.2012

Es gibt vielfältige Interaktionen zwischen malignen Erkrankungen und dem Gerinnungssystem. Tumoren induzieren Thrombosen, umgekehrt scheint die Gerinnungsaktivierung das Tumorwachstum zu fördern. Tumorpatienten haben ein hohes Thromboserisiko. Alle stationären Tumorpatienten bedürfen einer Thromboseprophylaxe. Bei allen ambulanten Tumorpatienten sollte die Notwendigkeit einer Thromboseprophylaxe "klinisch" entschieden werden.

Wenn es doch zu einer Thromboembolie kommt, sind NMH zur langfristigen Sekundärprophylaxe bei Tumorpatienten sicherer als Vitamin K-Antagonisten - bei gleicher Wirksamkeit.

Veränderungen der Patientendemografie bei gleichzeitiger Überregulierung und Beschränkung der ärztlichen Versorgung verschärfen die aktuell bereits unbefriedigende Versorgungssituation weiter.