Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen
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Epidemiologie des Vitamin-B12- und des Folsäuremangels

Autor/en: H. Heimpel
Letzte Änderung: 14.08.2003

Die durch Vitamin-B12-Mangel bedingte perniziöse Anämie tritt bei rund 0,1% der Bevölkerung mittel- und nordeuropäischer Herkunft in meist fortgeschrittenem Alter auf. Sie ist seltener bei Menschen afrikanischer oder mediterraner Herkunft, auch wenn sie dauernd in den USA oder Mittel- oder Nordeuropa leben. Die Perniziosa tritt häufiger in Verbindung mit anderen chronischen Autoimmunkrankheiten, z.B. der Hypothyreose als Folge einer Hashimoto-Thyreoiditis, auf.
Alte Menschen haben öfter einen niedrigen oder zumindest niedrig-normalen Vitamin-B12-Gehalt im Serum sowie Vitamin-B12-Mangel-bedingte Stoffwechselveränderungen, die sich durch Vitamin-B12-Gabe normalisieren. Ob damit eine Verminderung der Morbidität erreicht wird, ist fraglich.
Obwohl Schätzungen aus den USA, die einen klinisch relevanten Vitamin-B12-Mangel bei bis zu 40% der alten Menschen annehmen, auf unsere Verhältnisse auf Grund besserer Lebens- und Ernährungsbedingungen nicht übertragbar sind, sind B12-Mangelzustände durch Fehlernährung, ungenügenden Aufschluss des Vitamin B12 in der Nahrung, Resorptionsstörungen trotz ausreichender Sekrektion von Intrinsic factor und Medikamentegebrauch sicher häufiger als bei jungen Menschen.

Die Inzidenz des Folsäuremangels ist von sozio-ökonomischen Faktoren in einzelnen Bevölkerungsgruppen abhängig. Risikogruppen sind: Chronische Alkoholiker, fehlernährte wohnsitzlose, unter- oder fehlernährte ungenügend betreute alte Menschen.

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